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Nico Kaufmann - Der verschwiegene Horowitz-Schüler

 

Nico Kaufmann - The unmentioned Horowitz student

 

Nico KaufmannIn Zürich kannte man ihn bestens. Für das Politkabarett Cornichon schrieb er in der Zeit des in Europa wütenden National- sozialismus Bühnenmusiken. Daneben verstand er es, als Meister der Improvisation auf höchstem Niveau zu unterhalten: Nico Kaufmann, Pianist und Komponist, geboren am 24. Juni 1916, gestorben am 24. November 1996, und – was die Horowitz-Biographen Glenn Plaskin und Harold C. Schonberg verschweigen – der einzige Schüler von Vladimir Horowitz in dessen europäischer Zeit.

Während sich die allgemeine Anerkennung der interpretatorischen Leistungen Kaufmanns beispielsweise im Gewinn des nationalen Genfer Klavierwettbewerbs von 1945 zeigt, blieb sein kompositorisches Schaffen weithin im Verborgenen. Zwar erklangen Kaufmanns Ballettmusiken der späten vierziger und fünfziger Jahre im Rahmen verschiedener Tourneen quer durch die USA und Europa und gelangten an Häusern wie der Niederländischen Oper Amsterdam zur Uraufführung, doch letztlich gerieten sie ebenso in Vergessenheit wie seine zahlreichen Bühnenmusiken, die er u.a. für das Zürcher Schauspielhaus schrieb.

Ebenso unbekannt blieb Nico Kaufmanns Ende der 1950er Jahre nach Gedichten von Hermann Hesse entstandener Liederzyklus für hohe Stimme und Klavier, der seine kompositorische Könnerschaft belegt und nun – nach einer Verzögerung von mehr als 30 Jahren – erstmals im Druck erscheint.

 

In the Swiss city of Zürich he was well-known. For the satirical political revues performed in the theatre Cornichon he wrote stage music at a time when National Socialism was raging in Europe. Apart from that, he knew how to entertain on the highest level as a master of improvisation: Nico Kaufmann, pianist and composer, was born on June 24, 1916, and died on November 24, 1996. Interestingly enough, he was Vladimir Horowitz’s only student during his time in Europe – a fact not mentioned by Horowitz-biographers Glenn Plaskin and Harold C. Schonberg.

Kaufmann’s interpretative achievements were generally acknowledged, for example by him winning the national piano competition of Geneva in 1945. In contrast to that, his compositions remained widely unknown. Although Kaufmann’s pieces for ballet from the late fourties and fifties were performed on various tours all across the USA and Europe and were produced for the first time on stages such as the Dutch Opera in Amsterdam (“Niederländische Oper Amsterdam“), they finally were forgotten, which is also true for the numerous pieces of stage music that he wrote for the Züricher Schauspielhaus, among others.

Likewise, Nico Kaufmann’s Liederzyklus für hohe Stimme und Klavier (Song Cycle for high voice and piano), composed at the end of the 1950s on the basis of poems by Hermann Hesse, remained unknown. This piece proving his compositional abilities has now been published in print for the first time – after more than 30 years.

 

 

 

 

 

 

Weiterführende Literatur / Further reading
Busch, Barbara: Nico Kaufmann. Der verschwiegene Horowitz-Schüler, in: Piano News 2001, H. 3, S. 34-39.

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